Mai 2026

Hallo erstmal und Sorry für die späte Veröffentlichung.
Es gab leider zu viele Prio-Aufgaben, die ich dem Freizeit-Blog Vorrang gewähren musste und am heutigen Feiertag habe ich endlich die Gelegenheit den Artikel zu Ende zu schreiben.

Nun, wir sind immer noch auf der Insel Fulhadhoo… Das Titelfoto ist in sofern etwas Besonderes, als daß die scheinbaren Flecken in der Sonne tatsächlich „Sonnenflecken“, also dunkle Stellen auf der Sonne sind. Davon ab war es natürlich eine schöne Abend-Stimmung die bei herlichen angenehmen Temperaturen von circa 26 Grad traumhaft ankommt.

Im Grunde genommen muß man sich als Tourist vorstellen, daß diese Inseln irgendwie alles benötigen, was ein kleines Dorf auch braucht.

Die Hauptattraktion ist zwar die Sonne, das Meer und der Strand, aber damit man das sorglos genießen kann, braucht es eine Schule für die Kids, ein paar Restaurants, eine Müllentsorgung, Abwasseranlage, Stromversorgung, ein Gebäude, welches als Mini-Behörde funtkioniert, Irgendeine Security-Kraft und natürlich Lebensmittelläden in denen man auch ein paar Drogerie-Produkte bekommt.

Das alles gibt es auch, aber entweder in sehr kleinem Format, oder nur rudimentär.

Doch zunächst der positive Beginn des Tages: Frühstück. Ohne geht bei mir garnichts.

Wer aus den westlichen Ländern kommt, erwartet vermutlich ein reichhaltiges Buffet als Standard, aber da ist man hier sparsam. Gefühlt war es immer genau so viel, wie ich brauchte, um durch den Tag zu kommen. Es gab auch keine Wahl. Entweder man mochte das Essen oder mußte Speisen a la Carte bestellen. Kleine Snacks zwischendurch mußte ich dann doch hin und wieder kaufen um den Zuckerhaushalt balanciert zu halten 🙂

Sehr zu empfehlen übrigens auch Elektrolyte mitzunehmen. Sehr gute Freund von mir hatte mir das für Thailand mitgegeben und so kam das auch hier zum Einsatz. Es hilft besonders, wenn man selbst von der Umgebung so begeistert ist, daß man nicht richtig auf die eigene Wasserzufuhr achtet und ob das Essen genug Vitamine und Mineralien enthält. Was aus der Leitung würde ich dort nicht trinken.

Nach der morgentlichen Stärkung ging es entweder direkt zum Strand, auf Entdeckungs-Rundgang, oder sogenannte „Activity“. Die Activities (Schnorcheln, Hai-Schwimmen, Leucht-Plankton Tour, etc.) konnte man separat buchen und kosteten entsprechend auch extra. Hier lohnt sich zu zweit zu reisen. Ansonsten zahlt man Solo den gleichen Preis wie zwei Personen zusammen.

Grandios war das hauseigene Korallenriff, in dem man schon sehr viel entdecken konnte und daher auch nicht unbedingt eine Activity buchen mußte. Das Riff war nicht so farbenreich und schön wie z. B. in Ägypten, aber zum genussvollen Zeitvertreib und Schnorcheln üben ist das super.
(Auch wie man Abstand zu den harten/scharfen Korallen hält)

Ein Insel hat typischer Weise irgendwo seinen Inselnamen in dicken Lettern stehen. Hier linker Seits zu sehen. Ich denke es dient eher als Fotoplatz, anstatt als Ortsschild…

Manche Dinge sind „special“, weil man speziell darauf achten sollte, wo man hintritt. Bei diesem alten Steg (mittleres Bild) gabs eine ganz große Lücke in Form von fehlender Latte, und weiter vorne noch ein Loch… aber das geht alles, wenn man den rustikalen Charme der gesamten Umgebung auf sich wirken läßt und das als „Das muß so“ mental übernimmt. Chabby Chic war hier eindeutig Programm.

Die Schule war interessant. Tagsüber hat man von den Kindern so gut wie nichts gesehen und selten gehört. Interessant war, dass es ganz offensichtlich Dinge gab, die verboten waren mitzubringen, oder gar zu verzeheren. Die Sprache hab ich nicht übersetzen lassen, aber die Bilder auf dem Plakat im Schaufenster der Schule waren eindeutig. Andere Länder, andere Sitten. Es ist ein muslimisch geprägtes Land.

Die Bau-Ecke unten links im Bild repräsentiert nicht den Look der gesamten Insel – das hatte ich nur aufgenommen, weil ich es immer interessant finde, wie in anderen Ländern verglichen mit Deutschland damit umgegangen wird. Für Schatten muss man häufig unter Bäume gehen – klare Empfehlung: Anti Mückenspray!!! Witzig sind die Hängematten. Das sind einfache Sanitärrohre ineinandergesteckt und dann ein Netz montiert. Hier sollte man eher die Kinder schaukeln lassen, oder nur reinklettern, wenn man sehr großes Vertrauen in das geringe, eigene Körpergewicht hat… 🙂

Der Müll… auf der Insel war es wirklich sehr sauber. Manchmal gab es kleine Ecken, in denen etwas Müll aufgehäuft wurde, oder einfach Bauschutt vorhanden war. Aber eine Stelle im „Jungel“ gab es, wo man einfach Dinge verbrannt hat – und das hat gewaltig gestunken, wenn man dort hin ging. An einem Tag drehte der Wind sehr ungünstig und man nahm den Geruch auch tagsüber auf der Insel wahr. Normal verbrennen die wohl abends und dann bekommt man davon in seinem Zimmer nichts mit.

Abends wurde es sehr still auf der Insel. Die Hitze war vorrüber und die Kinder waren öfters auf dem Spielplatz zu sehen (unten links), aber in keinster Weise so laut, daß man sich daran störte.

Tiere: Man muß sagen, dass die wirklich eher Menschenscheu waren.

Krebse sieht man abends besonders viel am Strand. Die feiern echt Woodstock oder sowas, wenn es dunkel ist. Rochen kommen abends zu den Stegen und manchmal sieht man auch kleine Haie, die aber harmlos sind.

Das Geld:

Man bezahlt entweder mit Kreditkarte (selten verfügbar), in US Dollar (sehr begehrt), oder in der heimischen Währung Rupyia (Deutsch Rupiah). Das darf man aber wie ich verstanden habe nicht außer Landes führen und ist sehr umständlich – nur gegen den original Beleg von der Wechselstube – auch wieder rückwechselbar.

Die Shops…hier hatte ich tatsächlich Scheu was zu fotografieren. Da saß meistens nur eine Person und öfters war das eine Frau. Da war ich mir einfach unsicher, ob die damit einverstanden sein würden. Immerhin ist es in muslimischen Ländern ohnehin prekär, wenn Mann verschleierte Frau anspricht. Hier war aber das Gesicht immer frei, so daß man das gleiche Erscheinungsbild vor sich hatte, wie auch in Europa. Nett waren sie alle!

Was man in den Ländern offenbar nicht kann ist irgendwas in Waage an die Wand bringen. Hier in einem Imbiss-Laden die Stromkästen. Viel entscheidender war jedoch das leckere Screwpine-Getränk und der Fleischklopps (hab vergessen was das war, aber es ist super wenn du quasi in der Natur günstige Snacks zum Genießen bekommst) 🙂

*** Abschließend etwas Besonders. Wer sich nachts durch die Krebsmenge, vorbei an Baby-Haien und steigende Flut hindurchtraut, um zur Landzunge am Strand zu waten, wird fürstlich mit einer unglaublichen Ruhe und Sternenpracht belohnt. Das Foto kann dem eigentlich garnicht gerecht werden, weil damit ein tolles Gefühl der Sicherheit einhergeht, daß über dir etwas ist, das einfach größer als du selbst und wohlwollend ist. Dazu lauwarmer, leichter Wind und der Eindruck, dass nur noch ein Kopfkissen fehlt.