Es war Weihnachtszeit und die Tage auf der Insel Fulhadhoo gingen zu Ende. Übrigens war es seit sehr langer Zeit mal ein Weihnachten an dem ich nicht in Deutschland bei der Familie war. Stattdessen pralle Sonne im Gesicht, Pure Gesundheit und jeden Tag den Traum von einer Insel um mich herum. Mal eine ganz andere Erfahrung, aber hauptsächlich dadurch bedingt, daß ich diese Reise terminlich nicht anders legen konnte.
Das Gasthaus hatte sich schon sehr gelungen Mühe gegeben, eine weihnachtliche Deko aufzulegen, hier nur ein paar Snaps, zu viel wollte ich da unter den neugierigen Augen auch nicht auf die Deko fokussieren. Nur einen Weihnachtsbaum hatte es dort glaube ich nicht 😀




Heilig Abend hatte man eine lokale Musiker/Tanzgruppe bestellt. Während wir also ein sehr gutes Buffet genießen durften, haben die „Herren der Schöpfung“ uns unterhalten und ziemlich wild getanzt. Man versicherte uns jedoch, dass es ein legendärer Tanz – „Langiri“ – der Inselgruppe sei. Dieser wurde durch Trommeln und Thaara‑Rhythmen begleitet. Ein ähnlicher Tanz ist der „Boduberu“. Und tatsächlich ließen sich auch Teile einer Erzählung erkennen, wobei eine verbale Übersetzung nice gewesen wäre. Am Ende kam die peinlich erwartete Aufforderung mitzutanzen…die Kids waren da am offensten von uns allen 🙂 Um den Gastgeber nicht in der unerfüllten Aufforderung zurückzulassen haben wir uns dann natürlich auch dazugesellt.



Für mich war der Abend noch nicht zu Ende. Es war einer der wenigen Tage an denen ich noch eine Astro-Aufnahme machen konnte. Das war im Prinzip das Foto aus dem Mai-Beitrag. Es war schon 22 Uhr abends. Mir ist schleierhaft, warum Leute an einem so besonderen Ort genau dann pennen gehen, wenn die Nacht ihr Festkostüm anzieht. Während die gesamte Gruppe schlafen gegangen ist, hab ich fix gepackt und mich in die Nacht gestürzt. Das Durchwaten des Wassers und dem Ausweichen der ganzen Tiere konnte ich leider nicht dokumentieren, weil alle Hände voll mit Fotoausrüstung waren.



Neue Insel
Die nächsten Station war eine weitere Insel, die im gleichen Atoll lag: Fulidhoo. Richtig, klingt ähnlich und wenn man sich weiter umsieht gibts viel „hoo hoo“. Diese Insel war jedoch noch kleiner als Fulhadhoo und aber wesentlich touristischer ausgelegt. Mehr Menschen, mehr Gebäude, kleine Shops und mehr Krach. Ein paar meditative Eindrücke…





Mein Hotel hier war das „Royal Villa“ und der junge Manager war sowas von relaxed, wirklich super.
Die Außenanlage hab ich nicht fotografiert, da sehr klein, und ehrlich gesagt uninteressant. Zum Zeitpunkt der Reise hatte ich auch noch nicht die Idee Zusatzinfos hier zu teilen. Daher…einfach mal das Zimmer.
Mehr infos findet man hier: https://royalvilla.mv/
Muss aber sagen, dass die Bilder und der Gesamteindruck der offiziellen Webseite etwas geschönt sind.
Richtig nervig wurde die Moschee nebenan. Soweit ich mich erinnere hat da 5 Mal täglich der Muezzin zum Gebet gerufen und das klang weder musikalisch, noch qualitativ gut (durch einen schlechten Lautsprecher sehr blechern und scheppernd.) Nach 7 Tagen kannst du fast mitsingen.
Mein Zimmer:

Der Ausblick vom Dach…

Paddle Boards konnte man gratis nutzen. Das war echt super.

Action konnte man auch einkaufen…

Am Strand hatte man sehr viel für Herzen über…

Skurriles
Von Thailand werde ich noch ähnliches berichten, aber auch hier brauchte man über Arbeitsschutz der Handwerker nicht nachdenken. Genauso wenig, ob irgendwas genau nach Maß und Plan umgesetzt würde. Absicherung in circa 12 Meter Höhe Fehlanzeige, Befeuchtung der Betondecken mit Kartoffelsackstoff, die Verschalung der Pfeiler eindeutig NICHT zentriert „Das sag ich dir grad so“ (2. Reihe, Bild 1 links). Bei den Malern hab ich mich später am Tag gwundert wo die grünen Punkte auf meinem Fuß her kamen….große Reichweite! Und doch scheinen die Dinge zu gelingen. Über Static und mögliche Erdbeben will ich nichts recherchieren, aber belassen wir es mal bei der positiven Feststellung, dass gewissen Dinge auch ohne doppelte Durchschrift und 6 Monate Vorbereitung möglich sind…








Aber insgesamt galt auch hier: Die Menschen waren mehrheitlich sehr freundlich.
Allerdings hatte die Insel ein dickes Ameisen-Problem. Das haben wir insbesondere bei den Essenszeiten im Strandbistro gemerkt. Die sind da alle Naselang den Tisch hochgekrabbelt und Fliegen wollten auch permanent was vom Essen abhaben. Aber dafür kann das Personal vor Ort nichts. Das ist wohl einfach die Natur.
Beim nächsten Mal kann ich von einem Kulturfest für die Touristen berichten. Es zeigte etwas von der geschichtlichen Kultur der Inselbewohner und war echt nett gemacht.
Auf Fulidhoo mag zwar das generell Licht ausgehen, nicht aber die Strandbeleuchtung am Abend…
Im diesen Sinne, gute Zeit und gute Nacht! 🙂

