Es ist der Motivwahl des Kalender zuzuschreiben, daß es sich diesmal um eine kleine, unscheinbare Insel auf den Malediven dreht…zu Beginn der Sommerzeit passt das einfach sehr gut.
Im Dezember 2025 hatte ich eine sehr stressige Zeit hinter mir. Lernen mit Prüfung für eine Fortbildung in Thailand und richtig nervige Vermieter in Deutschland.
Im Vorfeld hatte ich mir überlegt, wo ich denn in der asiatischen Region schon immer mal hin wollte.
Das waren defintiv die Malediven. Viele kennen sie als die Location für die „Reichen & Schönen“. Und wenn man DORT hin möchte, muß man tatsächlich eine prall gefüllte Geldbörse haben, weil das für 2 Wochen locker 15000 Euro kostet. Es sind die sogenannten Resorts, die dann aber auch wirklich Luxus bieten.
Aber es geht auch anders und zwar ohne gleich auf einer indischen Katastropheninsel zu landen, bzw. ein Vermögen auszugeben. Und so hatte ich den Plan eine lokale Insel zu suchen, die wenig Bevölkerung, aber einen tollen Strand, ggf. Korallenriffe und eventuell leuchtendes Plankton bieten könnte.
Das Ergebnis war „Fulhadhoo“. Ja, da muss man mehrmals gucken. Wenn ich das recht in Erinnerung habe, umfassen die Malediven circa 200 bewohnte Inseln auf 26 Atolle verteilt. Also reichlich Entdeckungspotential…



Um dort hin zu gelangen muß man von einer anderen Insel (Male) entweder mit dem Flugzeug, oder dem Speedboat zu der Ziel-Insel reisen. Das Flugzeug fliegt aber nicht jeden Tag und so hatte ich ein Speedboat-Platz gebucht. (Insider-Tipp: Normal fliegen Flugzeuge nur die teuren Resorts an. Fulhadhoo hat einen gesonderten Vertrag mit einer Charter-Firma und ist absolute Ausnahme. Stand Jan. 2026)
Wir sind ja hart im Nehmen… leider hatten wir rauhe See, was zu einem ständigen und heftigen Aufknallen des Bootes führte. 90 Minuten lang…im hinteren Teil des Bootes wurden kräftig die Spuck-Tüten rumgereicht und das Boardpersonal kannte das alles schon. Interessant…
Solange wie ich den Horizont sehen konnte, wurde mir nicht schlecht. Aber begeistert war ich dennoch nicht…jedesmal wenn ich das Tetrapak zum Trinken ansetzen wollte, war das als befände man sich in einem Parabelflug mit Gefahr sich selbst auszuknocken. Auch meinen Foto-Rucksack musste ich vor dem Bauch auf gefederter Spannung halten.





Das Kabelknäuel überm Kopf des Kapitäns kam mir irgendwie aus der Serie „Monk“ bekannt vor. Und diese Art von Unordnung sollte mir auf meiner Reise noch öfters begegnen…
Das kleine Tuk-Tuk im Bild war der Gepäcktransport vor Ort.
Zum Gasthaus ging es zu Fuß. Absolut ok.
Und überhaupt! Ich war angekommen in einer Welt, die ich noch nicht kannte. Abenteuer pur – Indiana Jones im Urlaub läßt grüßen!

Der Sand war wunderbar weich unter den Füßen. So ähnlich wie Kinetischer Sand. Das Wasser ein Traum und die Temperaturen richtig super (~35 Grad).








Kommen wir endlich mal zum Titelbild des Monats. Es ist eine Frucht. Wunderbar skurril und eßbar!
„Screwpine“ ist ihr Name und es wird auf der Insel zu Saft, als auch kleine Snacks verarbeitet. Quasi zum Naschen. Allerdings würde ich das die Einheimischen machen lassen, da auf der Insel auch Tiere* unterwegs sind, mit denen ich das nicht teilen wollen würde 🙂
*Z. B. Fledermäuse
Der Geschmack ist eine Mischung aus Melone, Honigmelone und etwas Proteinhaltiges. Es wird sehr gerne zu geräuchertem Fisch gegessen. Ihr Aussehen hat mich total fasziniert.
Mein Gasthaus hieß „Three Hearts Guesthouse“ und war schön sauber. Große Hotels gibt es auf der Insel nicht. Die Kosten für 7 Tage lagen mit Transfer von/zu Male bei circa 1200 US-Dollar. Der Flug ist separat und eben Mahlzeiten (je nachdem was man beim Gasthaus dazubucht. Hier würde ich Halbpension empfehlen).
Bilder vom Gasthaus findest du direkt auf der Website der Anbieter:
https://threeheartsmaldives.com
Im Mai schauen wir uns dann etwas mehr auf der Insel selbst um 🙂
Bis dahin eine Gute Zeit!

